Der hiesige Schützenverein, dem meine Frau( sie ist sogar
Gründungsmitglied ) und ich seit langem angehören, organisiert jedes
Jahr im Oktober eine mehrtägige Fahrt zu Städten oder in Regionen
in und um Deutschland, die es wert sind, einmal besucht zu werden.
Dieses Jahr führte uns der Weg nach Österreich in die Steiermark.
Ich war ja zunächst etwas skeptisch, glaubte ich doch, dass es nur
wieder Berge zu sehen geben würde. Aber weit gefehlt: Es wurde
eine sehr schöne Fahrt mit interessanten Erlebnissen, die uns auch
das teilweise nicht ganz so schöne Wetter erträglich machten. Wie
es meine Art ist, werde ich auch zu dieser Fahrt meine Beschreibung
hauptsächlich mit Bildern und kurzen Kommentaren darstellen.
Am ersten Tag ging es mit Start in Obersdorf/Sulzbach-Rosenberg in
Richtung Süden, durch das Salzkammergut, Bad Ischl, Bad Aussee
nach Admont. Hier war Mittagspause danach fuhren wir weiter in
Richtung Eisenerz. An einer günstigen Stelle legten wir einen Stopp
ein, um den mächtigen Tageabbau von Spateisenerz zu betrachten.
Zuvor hatte uns im Bus ein Mitreisender (Herr Kernl) über den
Spateisenabbau hinreichend informiert.
Der 2. Tag begann mit einer geführten, sehr lehrreichen und
informativen Stadtrundfahrt. Der Höhepunkt war aber der Abstecher
in die sogenannte " Steierische Toskana ". Dieser Landstrich zieht
sich entlang der Grenze zu Slowenien und wir alle waren von der
Schönheit dieser Gegend total begeistert. Erst recht natürlich von der
Weinprobe, die dort als „Weinverkostung mit Jause“ bezeichnet
wird. Tag 3: Fahrt nach Voitsberg ins Bundesgestüt Piber. Das
ist die Kinderstube der weißen Hengste, der Lipizzaner, die hier für
die Hofreitschule in Wien gezüchtet werden. Anschließend ging es
nach Bärnbach zur Kirche der Heiligen Barbara.1988 wurde die
Kirche vor allem außen durch Meister Friedensreich Hundertwasser
umgestaltet. Unten einige Bilder von dieser interessanten Arbeit.
Hundertwasser-Kirche St. Barbara in Bärnbach Während der
Anfahrt machte uns die Reiseleiterin, mit ihrer Schwärmerei vom
größten Feuerwehrauto der Welt doch recht neugierig. Und hier ist
nun das Ergebnis zu sehen. Von Kölldorf ging es weiter zur
Riegersburg. Frau Scharf erzählte uns sehr viel über die Burg und
über alles Mögliche rund herum. Was mir am meisten in Erinnerung
geblieben ist: Eine der Besitzerinnen , ihr Mann der Herr Ritter hatte
schon sehr früh das Zeitliche gesegnet, wollte nicht allein bleiben
und so hatte sie ein Auge auf einen Jüngling aus der Nachbarschaft
geworfen. Während sie wohl mehr an seine junge Manneskraft
dachte, war er hauptsächlich an ihrem Geld interessiert. Wie zu
erwarten war, ging die Sache nicht gut und die Ehe wurde, für
damalige Verhältnisse fast unvorstellbar, von Rom annulliert! Recht
interessant war auch der Schrägaufzug, der mit jeder Fuhre immer
um die 25 Leute nach oben brachte. Unten einige Bilder , von dieser
Burg. Anschließend besuchten wir auch noch eine Kürbisölmühle
mit Führung. Die Erklärungen waren wiederum sehr lehrreich,
wenngleich meiner Meinung nach solche Führungen hautpsächlich
dem Verkauf der dort hergestellten Produkte dient! Tag 5: Es war
kalt geworden und bei der Heimfahrt konnte man an den Bergen
sehen, dass es schon sehr weit ins Tal geschneit hatte. Jimmy, der
Organisator der Jahresfahrten, richtete es zusammen mit dem Bus
Fahrer Thomas so ein, dass wir kurz nach Mittag Bad Füssing
erreichten. Da etlichen Teilnehmern unseres Ausflugs der
Haslingerhof in Bad Füssing nicht bekannt war, wurde dieser Teil
spontan in unser Programm aufgenommen und so konnten wir dort
unser verspätetes Mittagessen einnehmen. Anschließend ging es ohne
weitere Unterbrechungen zurück nach Obersdorf. Wir sahen
natürlich noch eine Menge andere interessante Sachen, aber es
würde zu weit führen hier alles darzustellen.
|