Motorradfahren habe ich folgendermaßen wieder angefangen. Mein Sohn Roland
hatte sich vorgenommen ein Motorrad zu kaufen eine 450er Honda sollte es sein, natürlich
waren wir als Eltern dagegen aber wie immer ,"höhlt steter Tropfen den Stein". Nach einiger
Zeit waren wir einverstanden.
Nach dem der Sohn keine Zeit zum Anmelden und zum TÜV hatte, musste ich das machen. Und
siehe da, das fahren mit so einer modernen Maschine machte mir mächtig Spaß! Meine letzten
Erinnerung an Motorräder basierte auf einer 250er Victoria! Außer den beiden Rädern waren
da keine Gemeinsamkeiten mehr zu finden. Nachdem ich jetzt immer nur fahren durfte wenn
"Sohn" keine Zeit hatte oder das Wetter nicht zum Biken war, reifte in mir immer mehr der
Wunsch nach einer eigenen Maschine. Einige Monate später bot sich die Gelegenheit: Eine
BMW war in der Zeitung inseriert. Ich fuhr hin um das Teil anzusehen.
Schon nach den ersten Blick wusste ich, dass das genau das Richtige für Papa war. Es kostete
noch einige Preisverhandlungen mit dem Verkäufer und ich war Besitzer einer BMW-R80 G/S.
Das Alles war vor rund zwölf Jahren und ich nenne das Bike immer noch mein eigen. Wir sind
beide nun schon fast "Oldtimer". Aber ich will meine Maschine nicht missen. Verglichen mit
den heutigen modernen Maschinen ist meine BMW schon ein Urahn der heutigen Renner. Ende
2003 musste ich allerdings eingestehen, dass der Spruch: "Das Bessere ist der Feind des
Guten" auch bei Motorrädern zutrifft. Bedingt durch die immer größeren Motorradtouren stellt
ich fest, dass ich auf den langen Anfahrtetappen hoffnungslos untermotorisiert war. Um mit
meinen Kollegen mithalten zu können, musste die arme GS gequält werden, dass die Ventile
bereits im "Mhz-Bereich" klapperten! Und gleichzeitig ergab sich eine Gelegenheit: Ein
Fliegerkamerad wollte seine R 1100 RS verkaufen, weil er sich ein anderes Spielzeug (siehe
Fliegerseiten) zugelegt hatte. Wir wurden uns schnell einig und jetzt bin ich stolzer Besitzer
besagter R 1100 RS.
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8 Jahre später und mit vielen Kilometern mehr auf dem Buckel (im wahrsten Sinne des Wortes),
stellte ich fest, dass ich nicht jünger geworden war, ganz im Gegenteil. Immer öfter ertappte ich
mich dabei mir ein Mopped vorzustellen das ausgereift war, auf dem man bequem aufrecht
sitzen konnte und das viel „Zuladung“ vertrug. Nein, keinen Chopper, das ist doch nur etwas für
…….. und alte Männer.
Seit ich die BMW Days in Garmisch besuchte, war eine GS mein heimlicher Traum. Nachdem
ich letztes Jahr auf den verschiedenen Geburtstagsfeiern zum 70. feststellen musste, dass die
Zeit für Träume unter Umständen nicht mehr so lang war, beschloss ich zu handeln. Nach kurzer
Suche fand ich eine R 1150 GS, die mir sowohl vom Gesamtzustand als auch vom Preis
zusagte. Nachdem der Verkäufer meine alte RS in Zahlung nahm, war ihr Schicksal besiegelt
und ich war stolzer Besitzer dieser GS. Seitdem zähle ich die Tage, ach was STUNDEN, bis
die Saison wieder beginnt.
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