Motorradtrip nach Südfrankreich…..
Im September 1993 machten wir uns auf, zu unserer bisher wohl, weitesten
Motorradtour:
Das Ziel ist Südfrankreich, wir das sind Franz Regner, Werner Luber, Ebert Franz
und der Box von dem ich leider keinen anderen Namen weis. Der Initiator des ganzen
war der Luber Werner er plante alles und machte uns die ganze Sache recht
schmackhaft. Und recht hatte er, es war zwar recht anstrengend aber es hat uns allen
wirklich gut gefallen.
Unsere Fahrtroute war, ganz grob gesehen von Sulzbach/Amberg zum Bodensee am
nächsten Tag war unser abendliches Tagesziel ein Campingplatz am Genfersee. Der
darauf folgende Tag war der schwierigste der ganzen Reise. Wir wurden schon am
frühen morgen in unsern Zelten durch einen riesigen Donnerschlag geweckt, als wir
alle doch recht schnell aus unsern Zelten gekrochen waren stand ein riesiges
Gewitter über uns, nach eine kurzen Besprechung entschlossen wir uns, unsern
ganzen Kram möglichst schnell zusammen zu packen und von dem Gewitter zu
flüchten, gesagt getan, aber es funktionierte nicht so wie wir uns das vorgestellt
hatten. Es regnete und regnete den ganzen Tag und nicht etwa wenig, nein zum Teil
schüttete wie aus Eimern auf den Straßen lief das Wasser teilweise Zentimeter hoch
und wir waren trotz der angezogenen Regenkleidung Nass bis auf die Haut und es war
eklig kalt und wir froren wie die nackten Schullehrer. Bei einen Rast auf einen
Autobahn Rastplatz stellten wir uns im Eingang der dortigen Toilette unter und
machten Tee wenigstens für Werner denn bei dem hatten wir ernsthafte Bedenken
das er vielleicht krank würde, ich habe noch nie jemanden gesehen der so vor lauter
Kälte geklappert hat. Wie es dem auch sei am späten Nachmittag hörte der Spuck
endlich auf wir suchten uns einen Campingplatz und tauten uns, unter der warmen
Dusche, wieder langsam auf. An diesen Tag schien es uns als währen wir die einzigen
Strassennutzer der ganzen Schweiz gewesen! Am nächsten Tag ging es weiter, nun
schon in Frankreich, über Grenoble immer weiter in Richtung Süden. Genau weis ich
es nicht mehr wo wir da noch einmal genächtigt haben, irgendwann besuchten wir den
Grand Canon du Verdon, bis dato wusste ich nicht einmal dass es einen Grand Canon
auch in Europa gibt, aber Werner hatte sich schon schlau gemacht und eine recht
interessante Strecke zusammengestellt. Nachdem wir das Dorf „St.Tropez“ besucht
hatten ginge in Richtung Osten immer auf der Küstenstrasse der Cote d`Azur entlang
über Cannes, Nizza, Monaco zur Grenzstadt Ventimiglia. Zu diesem Tag muss ich
etwas sagen wir sind den ganzen Tag auf den Rädern gesessen und hatten am Abend
mal gerade 170 Kilometer geschafft. In den ganzen Küstenstädten, wie Cannes, Nice,
Antibes Monaco herrschte ein Verkehr den man nicht beschreiben kann, es ging
einfach nichts vorwärts. In Ventimiglia legten wir einen Tag Pause ein um uns ein
wenig zu erholen, danach ging es weiter, nun in Italien, über Genf bis zum Südufer
des Gardasees. Auf der Halbinsel Sirmione fanden wir einen Campingplatz mit netten
Zeltnachbarn, zwei Mädels aus Deutschland machten hier Urlaub und sie versorgten
uns gleich mit einer warmen Suppe, wahrscheinlich hatte sie einfach Mitleid mit uns
nachdem wir ihnen erzählt hatten wo wir herkommen und wie lange wir schon auf den
Rädern sitzen. Am nächsten Tag ging es auf der Westseite des Gardasees entlang bis
Gargnano hier verliesen wir den Gardasee und fuhren in das Westliche Gebirge bis
zum Idrosee machten eine kurze Pause am Seeufer und fuhren weiter auf reinen
Gebirgsstraßen bis wir in Riva wieder auf den Gardasee trafen.
In Trento ging es nach rechts weg von unserem Heimatkurs zu einen Hotel, in dem
Franzs Frau Erika mit dem Frauenbund von Rosenberg einen kurzen Urlaub
verbrachten. Leider weis ich nicht mehr wie der Ort geheißen hat. Als wir in den
Hotel einquartiert hatten und an der Bar auftauchten waren doch recht erstaunte
Gesichter zu sehen die meisten der Damen kannten uns ja und hatten wohl auf keinen
Fall hier mit unserem Auftauchen gerechnet.
Am Nächsten Tag ging es ohne weitere Unterbrechungen nach Hause.
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